9.06.2022 Leta Semadeni las

am Donnerstag, 19:30 Uhr, vor einem fast vollen Rösslisaal und vielen begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern

Leta Semadenis neuer Roman führt an die Ufer des Amur und wieder zurück in das Bergdorf von Tamangur. Radu, heißt er, der Mann im Bus, der alle anderen Köpfe überragt; wenn Olga in Ecuador jeden Morgen in die Stadt fährt, treffen sich ihre Augen. Später weiß sie, dass sie Radu schon als Mädchen im Engadiner Internat begegnet ist: Bei seinem Vortrag über den Amur-Tiger saß sie in der ersten Reihe – Radu, der immer wieder die Koffer packte, um den nächsten Film zu drehen. Das Schlagen der Tür zerriss ihr das Herz. Auch zusammen reisten sie, am liebsten an entlegene Orte. Oder er machte Station bei ihr im Dorf, und für kurze Zeit schien so etwas wie ein gemeinsames Leben auf.

LETA SEMADENI, geboren 1944 in Scuol, Engadin, studierte Sprachen, lehrte an verschiedenen Schulen, arbeitete in Lateinamerika, in Paris, Berlin und New York, Seit 2005 lebt und arbeitet sie in Lavin. Sie schrieb zunächst vorwiegend Lyrik. Nach dem großen Publikumserfolg „Tamangur“ legt sie nun ihren zweiten Roman vor. Semadeni wurde vielfach ausgezeichnet: 2016 mit dem Schweizer Literaturpreis, 2017 Bündner Kulturpreis, 2020 Josef Guggenmos-Preis.

anschliessend Apéro – Kollekte

In Zusammenarbeit mit der Kronengesellschaft Trogen, unterstützt von der Stiftung SK Trogen 1821, Appenzell kulturell und Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden